Anmelden



Callboy E-Mail

 

Übersetzt heißt Callboy, einen Boy anrufen. Junge Männer werden so bezeichnet wenn sie gegen Bezahlung sexuelle Dienste anbieten. Diese männlichen Prostituierten kann man Telefonisch oder über das Internet buchen. Überwiegend werden Callboys von schwulen Männern als Sexpartner gemietet oder von älteren Damen die auf junge Burschen stehen.

Quelle: LUSTLEXIKON

Die Bezeichnung Callboy (eng. call, „anrufen“, und boy, „Junge“) für männliche Prostituierte entstand durch die zunehmende gesellschaftliche Positionierung von Homosexuellen und weitaus seltener sexuell selbstbewussten Frauen und in Kombination mit deren Beauftragung über Telefon und – später – Internet. Vorwiegend mobil, lassen sie sich in Hotels oder Privatwohnungen „rufen“, zunehmend bieten sie ihre Dienste auch in eigenen Räumen oder in „Houses of Boys“ an (vgl. für Deutschland den – später verfilmten – Roman von Bengta Bischoff Das gelbe Haus am Pinnasberg).

Die meisten Callboys bieten ihre Dienste homosexuellen Männern an, die wenigsten sind ausschließlich auf Frauen spezialisiert. Dies liegt daran, dass es kaum Frauen gibt, die einen Callboy rufen. Mehr Frauen interessieren sich für Callgirls oder suchen zusammen mit ihrem Partner Kontakt zu einer weiblichen Prostituierten. Nach einer Untersuchung der Neuen Zürcher Zeitung ist der Beruf des Callboys keine „Vollzeitstelle“.

In der Tat handelt es sich bei der gängigen, überwiegend durch Spielfilme (wie American Gigolo) und TV-Reports bestimmter Sender geförderten Vorstellung, dass es zahlreiche Callboys gäbe, die Frauen verwöhnen, um einen Mythos. Die wenigen Männer, die Anzeigen für Frauen schalten, suchen nach einem Nebenverdienst, sind also keine „Profis“ im Frauenverwöhnen. Callboys sind in der Regel für einen Zeitraum von zwei Stunden zu buchen, aber auch für eine Nacht oder als Reisebegleiter für ein paar Wochen, und zwar für ca. 150 Euro pro Stunde oder über 1.000 Euro für einen Tag. Die Zahlung erfolge “cash im Briefumschlag zu Beginn des Treffens“. Laut Ralf Rötten, der als Sozialpädagoge und Callboy-Berater bei Subway Berlin, einer vom Berliner Senat geförderten Einrichtung, arbeitet, können die meisten „Begleitagenturen“, die derartige Dienste anbieten, in Berlin nicht überleben. Die Nachfragen sind zu gering. Zudem entsprechen die realen Callboys nicht dem medienvermittelten Bild des niveauvollen Gentleman, den Frauen attraktiv finden.

Quelle: WIKIPEDIA